Zwei Mampferando-Fahrer*innen auf den Lastenrädern, die zum Transport des Essen genutzt werden.

Warmes Essen für Überlebenskünstler*innen

„Mampferando“: In Wuppertal verteilen junge Aktive selbstgekochtes Essen

Seit über einem Jahr verteilt eine Initiative junger Menschen in Wuppertal selbstgekochtes Essen an obdachlose und bedürftige Menschen. Die Idee zu „Mampferando“ entstand, weil die Wuppertaler Tafel ihre mobile Essensverteilung pandemiebedingt vorrübergehend einstellen musste und die Initiator*innen diese Versorgungslücke schließen wollten. Mittlerweile ist aus der Notversorgung ein beliebtes Angebot geworden und die Initiative hat sich dem Erwerbslosenverein Tacheles, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, angeschlossen.

Mehr als bloß ein Essen

Gestartet ist die Aktion im vergangenen Jahr mit zehn Essensportionen. Mittlerweile geben die freiwilligen Helfer*innen samstags und sonntags bis zu 60 Portionen am Tag aus. Das Essen wird in privaten Küchen liebevoll zubereitet. Zusätzlich gibt es Heißgetränke, Kekse, selbstgemachten Kuchen, Süßigkeiten und auch Masken zum Schutz der Menschen. Per Lastenrad verteilen die Helfer*innen das Essen dann in der Wuppertaler Innenstadt an Menschen, die hungrig sind. Dazu zählen Wohnungslose sowie bedürftige Rentner*innen und Sozialhilfeempfänger*innen. Neben der Essensaufgabe hat das Mampferando-Team zudem immer ein offenes Ohr für die Menschen, unterstützt sie, hilft bei Bedarf mit Sozialhilfeanträgen oder besorgt ihnen Schlafsäcke und Kleidung. Dabei ist es den jungen Aktiven wichtig, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, ihnen Beachtung und Wertschätzung entgegen zu bringen.

 

 

Bild: ©Timo Spicker